Der japanische Bass Yasushi Hirano studierte an der Musikuniversität Wien und ergänzte seine Ausbildung in Meisterklassen bei u.a. Rotraud Hansmann und KS Robert Holl. Erste Gast-Engagements führten ihn u.a. als Anführer der Jugendbande in Henzes Uraufführung „Gogo no Eiko“ unter Gerd Albrecht zu den Salzburger Festspielen und als La Voce in Mozarts „Idomeneo“ und Micha in Smetanas „Die verkaufte Braut“, beide unter Nikolaus Harnoncourt, zur Styriarte Graz. An der Oper Graz trat Yasushi Hirano sein erstes Festengagement an und war dort u.a. als Eremit in Webers „Der Freischütz“, Samuel in Verdis „Un Ballo di Maschera“ oder Phorbas/Pan in der Österreichischen Erstaufführung der Barockoper „Alcione“ von Marin Marais zu erleben. Anschließend wurde er in das Ensemble der Volksoper Wien verpflichtet, wo er sich ein großes und breitgefächertes Repertoire ersang: u.a. Figaro in „Le Nozze di Figaro“, Sarastro & Sprecher in „Die Zauberflöte“, Alidoro in „La Cenerentola“, Don Basilio in „Il Barbiere di Siviglia“, Mamma Agata in „Viva La Mamma“, Sparafucile in „Rigoletto“, Dottore Grenvil in „La Traviata“, Ferrando in „Il Trovatore“, Zuniga in „Carmen“, Don Fernando in „Fidelio“, Graf Lelfort in „Zar und Zimmermann“, Pimen in „Boris Godunow“, Bertram in „Iolanthe“, Skula in „Fürst Igor“, Coline in „La Bohème“, Bonzo in „Madama Butterfly“, Sagrestano in „Tosca“, Talpa in „Il Tabarro“, Truck in Offenbachs „Le Roi Carotte“, sowie Timur und Mandarin in „Turandot“, mit dem er auch bei den Bregenzer Festspielen debütierte, wo er auch Zuniga in „Carmen“ gab. Weitere Gastvertäge inkludierten Fra Antonio in Poniatowskis „Pierre de Medicis“ beim Festiwal Muzyki Polskiej in Kraków, Leporello, Sparafucile und Dottore Grenvil bei den Tiroler Festspielen Erl, Ataliba in Verdis „Alzira“ bei den Südtiroler Festspiele Toblach, Geisterbote in „Die Frau ohne Schatten“, Il Re in „Aida“ und Leporello am NNT seiner Heimatstadt Tokyo, Il Re, Leporello, Geisterbote, Eremit und Micha in „Die verkaufte Braut“ bei den Festspielen Oper Burg Gars, sowie Geisterbote in mehreren konzertanten Aufführungen mit dem Rundfunk-Symphonieorchester Berlin unter Leitung von Vladimir Jurowski an der Berliner Philharmonie und beim George Enescu Festival Bukarest; als Leporello trat er mit dem Bach Collegium Japan unter Masaki Suzuki auf, und gab sein Rollen-Debüt als Alfonso in „Cosi fan tutte“ in der Tokioter Kioi Hall unter der Leitung von Trevor Pinnock.
Neben seiner Opernkarriere ist Yasushi Hirano auch ein vielgefragter Konzert-Solist. Zu seinem Konzert-Repertoire, das ihn u.a. zum Wiener Konzerthaus, der Smetana Hall Praha, dem RAI Auditorium Torino, zum Großen Saal des Wiener Musikvereins, den Salzburger Pfingstfestspielen / Felsenreitschule oder der Berliner Philharmonie führten, gehören u.a. Bachs Johannes „Passion“, Brahms „Ein deutsches Requiem“, Beethovens „Messe in C-Dur“, Haydns „Harmoniemesse“, Beethovens „IX. Symphonie“, Mozarts „Große Messe in c-mol“, Schumann Faustszenen oder Verdis Messa da Requiem, sowie Tetsuro Bans Missa Solemnis, die er unter der musikalischen Leitung des Komponisten selbst, begleitet vom Kansai Philharmonic Orchestra interpretierte. Ferner arbeitet er u.a. mit dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, den Würth Philharmonikern, dem New Japan Philharmonic Orchestra, dem Japan-Century Symphonieorchester Osaka, den Ausgsburger Philharmonischen Orchester, dem Rundfunk-Symphonieorchester Berlin oder dem Bach Collegium Japan. Zudem gibt Yasushi Hirano zusammen mit seiner Pianistin und Ehefrau Sayuri Matsuda-Hirano zahlreiche Liederabende; vorwiegend mit Werken von Schubert, Schumann und Mahler.
Yasushi Hirano hatte das Vergnügen, mit Dirigent*innen und Regisseur*innen wie Massimiliano Caldi, Paolo Carignani, Lorenz Duftschmied, Alfred Eschwé, Giuseppe Finzi, Julia Jones, Vladimir Jurowski, Andrés Orozco-Estrada, Trevor Pinnock, Kristiina Poska, Yutaka Sado und Claudio Vandelli, sowie mit Grisha Asagaroff, Dietrich Hilsdorf, Harry Kupfer, Helmut Lohner, Marco Arturo Marelli, Thomas Schulte-Michels und Rolando Villazon zusammenzuarbeiten. Zu seiner Diskographie zählen „Alzira“ / Südtiroler Festspiele, „Die verkaufte Braut“ & „Idomeneo“ / Styriarte und „Gogo No Eiko“ / Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai.
Als Zaccaria in „Nabucco“ gibt Yasushi Hirano sein Haus-Debüt am Staatstheater Cottbus.
Stand: März 2026
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Zaccaria