-
Premiere28. November 2026
-
SparteSchauspiel
-
Spielstätte
Der renommierte bulgarische Regisseur und Philosoph Javor Gardev inszeniert das 1979 entstandene Stück „Der Auftrag“ von Heiner Müller. Eine eindringliche Reflexion über den Zusammenbruch gesellschaftlicher Ideale und den unauflösbaren Konflikt zwischen Geschichte und persönlicher Verantwortung. Müllers Figuren geraten in eine Situation, in der alle Gewissheiten erschüttert sind und eine Neuorientierung unmöglich scheint. Der moralische Stillstand, in dem sich die Emissäre der Französischen Revolution wiederfinden – entsandt an das Ende der Welt, um einen Aufstand zu unterstützen –, wird von Gardev unmissverständlich mit der Gegenwart in Beziehung gesetzt. „Hat das überhaupt irgendetwas mit uns zu tun? Geben sie uns einen Auftrag? Sprechen sie zu uns? Sprechen hier Stimmen zu uns, die etwas wissen?“, fragt Gardev. „Für mich – ja. Jetzt mehr denn je. Ich höre ihre Stimmen nachts, wenn die Welt dröhnt und bebt. Ich habe das Gefühl, einen Brief in den Händen zu halten, – einen Brief, in dem steht, wie das Dröhnen zu stoppen wäre. Und doch kann ich ihn nicht öffnen. Es gibt niemanden, dem ich ihn geben könnte, niemanden, der ihn lesen und das Dröhnen beenden würde. Ich höre ihre Stimmen, wenn ich unter einer warmen Decke liege und das Bett unter mir schwankt – als Erinnerung daran, dass im Fleischwolf der Welt in jedem Moment jemand stirbt – und am Morgen bereits zu einer Zahl geworden ist. Ich höre ihre Stimmen, wenn ich irgendwo im privilegierten Europa einen Kaffee trinke. Sie flüstern mir in Debuissons Tonfall zu: ‚Dein Tod heißt Gleichheit.‘“
-
Hörschleife vorhanden
Sie können induktiv über die Telefonspule Ihrer Hörgeräte hören. -
Für Rollstühle geeignet
Wir bitten dennoch um Anmeldung per E-Mail oder unter 0355 7824 242.
Besetzung
-
REGIEJavor Gardev
-
BÜHNENikola Toromanov
-
DRAMATURGIEOlga Fedyanina, Roman Dolzhanskiy
-
KOSTÜMSvila Velichkova
-
MUSIKKalin Nikolov
-
VIDEOVladislav Iliev