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SparteKonzert
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Spielstätte
Musik entsteht im gemeinsamen Hören. Sie lebt davon, dass viele Einzelne zu einem Ganzen finden – zu einem gemeinsamen Atem. Den Auftakt bildet Beethovens EGMONT-OUVERTÜRE. Sie entstand 1809/10 als Teil der Schauspielmusik zu Goethes Drama für das Wiener Burgtheater. In verdichteter Form trägt sie den ganzen Konflikt in sich: Bedrängnis, Widerstand und den Gedanken einer Freiheit, die erst im Durchgang durch die Tragödie hörbar wird.
Das YELLOW RIVER PIANO CONCERTO entstand 1969 als Kollektivkomposition auf Grundlage von Xian Xinghais YELLOW RIVER CANTATA von 1939. Damit trägt das Werk zwei historische Ebenen in sich: den Widerstand gegen die japanische Besatzung und die politische Zuspitzung der Kulturrevolution. Im Klang verbindet es das europäische Klavierkonzert mit chinesischer Volksmelodik, hymnischer Energie und virtuoser Brillanz. Haiou Zhang gestaltet den Solopart als Stimme zwischen virtuoser Zuspitzung und kollektiver Kraft. Das Klavier erscheint dabei nicht als rein individuelle Solostimme, sondern als Stimme einer größeren kollektiven Bewegung. Gemeinschaft erscheint hier nicht als Idylle, sondern als etwas Geschichtetes, Erkämpftes und klanglich Verdichtetes.
Mit Beethovens ZWEITER SINFONIE von 1802 öffnet sich der Blick noch einmal. Entstanden im Jahr seines Heiligenstädter Testaments, steht sie in einem auffälligen Gegensatz zur persönlichen Krise ihres Komponisten. Statt Rückzug erklingt Energie, statt Dunkelheit Beweglichkeit, statt Resignation ein entschlossener Vorwärtsdrang. Renchang Fu spannt über diese drei Werke einen Bogen, in dem Widerstand, Erinnerung und Aufbruch zu einer gemeinsamen musikalischen Bewegung werden. Gemeinsamer Atem entsteht dort, wo viele einander zuhören – im Orchester wie in der Gesellschaft.
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Hörschleife vorhanden
Sie können induktiv über die Telefonspule Ihrer Hörgeräte hören. -
Für Rollstühle geeignet
Wir bitten dennoch um Anmeldung per E-Mail oder unter 0355 7824 242.
Besetzung
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MUSIKALISCHE LEITUNGRenchang Fu
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KLAVIERHaiou Zhang
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ES SPIELT