Leonie Hahn, 1991 im Ruhrgebiet geboren und in Recklinghausen aufgewachsen, ist eine deutsche Dramaturgin. Ihre Theaterlaufbahn begann sie als Schauspielerin. Sie debütierte in dem Stück „Lyrics. Dieses Gedicht wurde vor 20.000 Jahren geschrieben und ist immer noch aktuell“ am FFT Düsseldorf, beim SpielArt Festival in München und am Ballhaus Ost in Berlin. Anschließend wurde sie von René Pollesch ans Schauspielhaus Hamburg engagiert und spielte in der Produktion „Neues vom Dauerzustand“ an der Seite von Margit Carstensen, Christine Groß und Sophie Rois.
Ab 2013 studierte sie Theaterwissenschaft sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin, ab 2018 Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Während ihres Studiums arbeitete sie zunächst in der Literaturagentur von Elisabeth Ruge und war anschließend als wissenschaftliche Hilfskraft im Sonderforschungsbereich „Verflechtungen von Theaterkulturen“ unter der Schirmherrschaft von Erika Fischer-Lichte tätig und begleitete die Master-Seminare von Joachim Fiebach. Es folgten freie Arbeiten als Dramaturgin, unter anderem mit Jan Koslowski bei den eigens im Corona-Sommer organisierten „Festspielen am Plötzensee“, für die sie als Co-Autorin den Schwank „Zum Späti an der Plötze“ entwickelte.
Während der Intendanz von René Pollesch wurde sie feste Dramaturgin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Dort betreute sie Produktionen von Benjamin Abel Meirhaeghe, Constanza Macras, René Pollesch, Kurdwin Ayub, Florentina Holzinger und dem Kollektiv schwestern. Die Produktion „Weiße Witwe“ von Kurdwin Ayub wurde zum Radikal Jung Festival am Münchner Volkstheater sowie zu den Wiener Festwochen eingeladen.
Darüber hinaus betreute sie am TR Warszawa die Produktion „Miasto kobiet“ von Emma Hütt. Gemeinsam mit Emma Hütt entstand außerdem die Produktion „Magic Act" im Zirkuszelt der Volksbühne auf dem Rosa-Luxemburg-Platz.
Am Staatstheater Cottbus verantwortet sie die Produktionen DER HAUPTMANN VON KÖPENICK in der Regie von Sebastian Hartmann sowie DIE KRANKSCHREIBUNG in der Regie von Aram Tafreshian. Ihre Produktionen „A Year without Summer“ von Florentina Holzinger und DER HAUPTMANN VON KÖPENICK sind 2026 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
Stand: März 2026
Wirkt mit in …
-
Dramaturgie
-
Dramaturgie