Helgard Haug ist Autorin und Regisseurin und Gründungsmitglied von Rimini Protokoll. Seither und bis heute arbeitet sie in verschiedenen Konstellationen unter diesem Label. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Ermöglichung multipler Perspektiven auf unsere Realität. Sie transponiert Räume oder soziale Strukturen in theatrale Formate und umgekehrt. Darüber hinaus zeichnen sich viele ihrer Arbeiten durch Interaktivität und einen spielerischen Umgang mit Technologie aus. Produktionen finden sowohl in der freien Szene als auch in staatlichen Theatern, Museen und bei Festivals statt.
Ihre Werke wurden an den renommiertesten Orten der Welt aufgeführt und ausgestellt, wie z. B.: Festival d'Avignon, Wiener Festwochen, Théâtre de la Ville (Paris), Salzburger Festspiele, Under the radar (New York), Ruhrtriennale, International Arts Festival Perth, Onassis Cultural Centre (Athen), Luminato Festival Toronto, Stadsschouwburg Amsterdam, Royal Academy of Arts (London), Museum of Contemporary Art Busan und vielen mehr. Im Juli 2023 erschien im Rowohlt Verlag ihr erster Roman.
Helgard Haug und Rimini Protokoll wurden für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielten sie 2007 den FAUST-Theaterpreis sowie 2008 den Europäischen Theaterpreis. 2011 wurde das Gesamtwerk von Rimini Protokoll mit dem Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet. Fünf ihrer Stücke wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
Für ihr Stück „Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ erhielten Haug / Wetzel den Mülheimer Dramatikerpreis. Helgard Haug wurde zudem für ihre Hörspielarbeiten mehrfach ausgezeichnet: u.a. erhielt sie 2008 den Hörspielpreis der Kriegsblinden, 2014 und 2019 den Hörspielpreis der ARD.
Stand: Februar 2026
Wirkt mit in ...
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Regie und Text